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4.Klasse besucht Tagespflege



Besuch in der BRK Tagespflege Tiefenbach

Die 4. Klasse der GS Tiefenbach besuchte im Rahmen des ZiS-Projektes die Tagespflegeeinrichtung in Tiefenbach





Alte Menschen haben viel zu erzählen, dieses Thema haben wir uns für unsere Recherche ausgesucht. Was lag da näher, als die Tagespflegeeinrichtung in der Ortsmitte von Tiefenbach zu besuchen.

Erwartungsvoll und ein bisschen aufgeregt drängten wir uns im Eingangsbereich zusammen. Die zwei Pflegerinnen begrüßten uns herzlich und wir durften bei den neun anwesenden „Gästen“ Platz nehmen. Ihr freundliches Lachen nahm uns gleich die Befangenheit.

Zur Begrüßung sangen wir das Lied „Auf einem Baum ein Kuckuck saß.“ Einige der Senioren stimmten voller Freude mit ein. Das Eis war gebrochen.

In kleinen Gesprächskreisen erzählten uns die alten Menschen Geschichten aus ihrer Kindheit. Wir staunten über den weiten Schulweg auch durch hohen Schnee in Holzschuhen, über die „Arbeitsferien“, wenn Zuhause Mithilfe nötig war. Manche mussten sogar vor der Schule noch im Stall helfen. Die Familien damals waren viel größer, ein Senior berichtete von 21 Kindern! In der Landwirtschaft gab es kaum Maschinen, alles musste von Hand gearbeitet werden. Kinder führten zum Beispiel die Kühe beim Ackern auf dem Feld. Geschlafen wurde oft auf Strohsäcken am Boden. Die Wärmflasche war aus Blech, deswegen musste man aufpassen, dass man sich nicht daran brannte. Das Klohäuschen stand im Hof, das Bügeleisen war schwer und konnte entweder mit Glut gefüllt oder am Ofen erhitzt werden. Im Haus war nur die Stube geheizt.

Die Schule begann um 8 Uhr, es gab meistens nur zwei Klassen – die Unterklasse (1 – 3) und die Oberklasse (4 – 7). Die Mädchen trugen Röcke oder Kleider mit einer Schürze darüber, die Jungen Dreiviertelhosen. Die Haare der Mädchen waren zu strengen Zöpfen geflochten, die der Buben kurz geschnitten. Sitzen musste man aufrecht, die Hände auf der Tischplatte sichtbar. Der Lehrer kontrollierte auch die Fingernägel. Geschrieben wurde in der 1. Klasse mit dem Griffel auf eine Schiefertafel, später mit Bleistift und Feder. Bereits bei kleinen Verstößen gab es vom Lehrer „Tatzen“ auf die Finger, Buben wurden auch mit einem Stock auf den Hintern geschlagen. Wenn man etwas sagen wollte, musste man aufstehen. Alles, was der Lehrer oder der Pfarrer befahlen, musste befolgt werden. Für die Hausaufgaben blieb oft wenig Zeit, man musste ja daheim helfen. Darum wurden sie manchmal erst am frühen Morgen vor dem Unterricht erledigt. Gemacht werden mussten sie, denn sonst gab es Prügel!

Die alten Menschen haben uns aber nicht nur Geschichten erzählt, Nane hat uns auch das „Dejfabacha Liad“ vorgesungen. Weil es uns so gut gefallen hat, werden wir das in den nächsten Tagen einüben.

Nach unserem Abschiedslied „Leit, Leitl müasst lustig sei“ bekamen wir noch „a biekerds Guadl“ mit auf den Weg.

Wir danken den Gästen und Pflegerinnen der Tagespflegeeinrichtung Tiefenbach dafür, dass sie uns so nett aufgenommen und uns Zeit geschenkt haben. Vieles, was uns so selbstverständlich erscheint, sehen wir jetzt in einem anderen Licht. Diesen Tag werden wir nie vergessen!


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